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Der Vogel im Lehrerzimmer

Letzten Sommer hat der Physik- und Chemielehrer Anton Surkow im Lehrerzimmer einen gestrandeten Wellensittich entdeckt, was in einer unglaublichen Rettungsaktion endete. Mehr dazu in unserem Artikel.

Der Gelb-Grüne Wellensittich ist vermutlich durch die Tür vom Innenhof des Lehrerzimmers gekommen, während Surkow im PC-Abteil des Lehrerzimmers saß. Er nahm die Geräusche wahr, dachte aber eher, dass es ein elektrischer Vogel sei.
Einige Zeit später kam Jörg Strobel ins Lehrerzimmer, der das Piepen auch erst nicht als echt einstufte. “Willst Du mich verarschen?”, fragte er.
Doch mit dem richtigen Griff, den Strobel hatte, gelang es ihm, den Vogel zu fangen. Dieser war noch sehr stark und hat sich gewehrt, sodass er ihm theoretisch in den Finger hätte beißen können. Er hat Herrn Strobel mehrmals gut gezwickt.
Der Wellensittich wurde in eine blaue Box gelegt, in der sich auch ein bisschen Wasser befand.
Nachdem der Deckel drauf war, passierte aber erstmal nichts mehr.

Selbst ist der Mann

Surkow rief im Tierheim an, das aber zur Zeit keine Hilfe schicken konnte, sodass er ihn selbst hinbringen musste.
“Der Vogel machte echt Ramba Zamba auf dem Weg nach hause. Ich habe gedacht, er könnte bald ausbüchsen.” Zu Hause zog sich Herr Surkow um und machte sich frisch, hier war der Vogel aber leise

Mit der im Auto befestigten Box ging es nun zum Tierheim. Es war ein regnerischer Tag und auch ein bisschen stressig im Tierheim.

Dennoch ging das Ausfüllen der formalen Zettel ziemlich schnell. Also Kontaktdaten und Informationen zu dem Fund.
Die Mitarbeiter des Tierheims setzten den Wellensittich in einen großen Käfig mit vielen Möglichkeiten zum Austoben – schon fast eine Art kleine Schloss. Sie gaben dem Physiklehrer die Kiste zurück, die allerdings ganz schön dreckig war.

Anton Surkow meint: “Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tierheim waren sehr nett und verständnisvoll. Das war super.” Er ist stolz auf sich und seinen Aufwand. Allerdings merkt er auch an, dass er diesen Aufwand nur betrieben hat, weil das Tierheim in der Nähe ist.

Praktische Tipps für Euch!

Anton Surkow gibt Best-Practice-Erfahrungen.

  1. Findet den Vogel in der richtigen Stadt.

In Braunschweig zum Beispiel kommt ein Service, der dann die Tiere holt. In einer großen Stadt ist es einfacher als in kleinen Orten.

  1. Einfach wieder rausschmeißen ist nicht die Lösung.

Greifvögel könnten Probleme machen, genauso wie Katzen.

  1. Besorge eine Schachtel mit Luftlöchern.

Darin kannst Du dann den Vogel auf dem Weg zum Tierheim aufbewahren.

  1. Kontaktiere das Tierheim.

Hier sind Tierprofis, die sich mit den Lebewesen gut auskennen. Wenn Du spezifische Fragen hast, kannst Du dich auch an sie wenden.

  1. Vogelinhaber: Passt auf den Käfig auf!

Gerade bei dieser Wetterlage und beim Lüften sollte der Käfig geschlossen sein, damit der Vogel nicht entwischt.

Vielen Dank an Anton Surkow!

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Niklas Krupka
http://www.niklas-krupka.de
Chefredakteur & Redaktionsleiter der unabhängigen Schülerzeitung "Silberkämper" am Gymnasium am Silberkamp in Peine.

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