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Erfahrungsbericht: Motorradführerschein mit 16

Je älter man wird, desto mehr Türen stehen einem offen. Auch in der Führerscheinwelt. Nun ist es für viele Jugendliche eine verlockende Idee, ihren A1 Führerschein zu absolvieren. Doch bevor man dies entscheidet, sollte man sich erstmal schlau machen, ob das wirklich etwas für einen ist und ob man der Verantwortung gewachsen ist, auf den Straßen mit einer Maschine zu fahren. Ich habe mich mit Sandro Dalnodar unterhalten, welcher seit letztem Jahr seine 125er fahren kann.

Wie alles begann

Wie viele andere auch, ist Sandro auf den Geschmack gekommen, eine Fahrschule zu besuchen, weil ein Freund von ihm dabei war, einen Führerschein zu machen. So begann er, immer öfter dran zu denken – vor allem an die Vorteile. Er erzählt davon, wie praktisch es wäre, mit 16 Jahren eigenständig fahren zu dürfen, weil man ja so mobil ist. Man kann zum Beispiel alleine zum Sport oder Freunde, die weiter weg wohnen, besuchen ohne seine Eltern nach Mitfahrgelegenheit zu fragen. Zudem sammelt man so früh Erfahrungen im Straßenverkehr, die einen bei weiteren Fahrprüfungen helfen können. Außerdem ist es natürlich eine tolle Aktivität, die man mit Freunden gemeinsam machen kann. Darüber hinaus ist es eine gute Möglichkeit, um zur Schule zu kommen, wie Sandro berichtet.

Auf zur Fahrschule!

Angemeldet bei der Fahrschule ging es dann los mit den Theoriestunden, die recht leicht sein sollen. Zuhause sollte man mithilfe einer App dann Simulationen einer Prüfung durcharbeiten. Bei dieser Prüfungssimulation gibt es um die 1000 Fragen, die man mindestens einmal durchgespielt haben muss. Zusätzlich gibt es motorradspezifische Stunden, an denen man teilnehmen muss.

Sandro erzählt auch, dass er nachdem er 50% seiner Theoriestunden hinter sich hatte, seine Praxisstunden begonnen haben. Er selber hatte sich seine Fahrstunden direkt nach der Schule ausgemacht, was sich als ein Fehler herausstellte, da er oftmals sehr unaufmerksam war und Fehler machte. Das begeisterte seinem Fahrlehrer natürlich auch nicht, also: Überlegt euch gut, welche Uhrzeiten am besten für euch passen, wenn ihr euch für spezifische Stunden eintragt. Ansonsten verliefen die Praxisstunden so, dass man mithilfe eines Funkgeräts den Fahrlehrer hören kann. Allerdings verläuft die Kommunikation einseitig. Das bedeutet, dass der Fahrlehrer dir Anweisungen gibt, du aber letztendlich nicht währenddessen Fragen stellen kannst.

Es geht richtig los

Was Sandro während seiner Lehrzeit auch feststellte, ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Während er sich mit der vorhin genannten App gut auf seine Theorieprüfung vorbereiten konnte, war die Prüfung in der Praxis etwas schwieriger. Trotz seiner Problematiken hat er auch diese vor seinen 16. Geburtstag bestehen können.

Nun endlich alleine auf den Straßen mit seinem Bike war er ganz schön nervös. Keiner war da, der ihn auf Fehler hinweisen konnte. Er fuhr immer mal kurze Strecken, um sich auf sein Motorrad umzustellen und sich dran zu gewöhnen. 

Schlussendlich findet Sandro den Führerschein sinnvoll, aufgrund der Erfahrungen, der Mobilität und dem Fakt, dass man mit einem A1 leichter an größere Motorradführerscheine kommen kann. Zum Thema Finanzierung haben seine Eltern ihm unter die Arme gegriffen.

Vielen Dank an Sandro Dalnodar für die Informationen.

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Leona Eweka
Freie Redakteurin in der unabhängigen Schülerzeitung "Silberkämper" am Gymnasium am Silberkamp in Peine.

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