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Videospiele: Früher und heute

Videospiele und auch ganze Videospielreihen, wie „Super Mario“, „Pong“ oder die Pokémon Spiele, sind allseits bekannt und vor allem heutzutage für viele nichtmehr aus ihrem Alltag wegzudenken. Es wirkt teilweise so, als wäre das Spielen von Computerspielen nun mal der momentane Zeitgeist und auch, wenn dies zum Teil stimmt, da sich das Interesse der Menschen und die Beliebtheit rund um das Thema definitiv gesteigert hat, hält diese Begeisterung schon deutlich länger an, als der ein oder andere vermuten mag, denn Computerspiele gibt es schon eine ganze Weile. 

Früher Anfang

Foto: David Busch

Genauer genommen schon indirekt seit 1946. In diesem Jahr entwickelten Thomas T. Goldsmith Jr. und Estle Ray Mann das erste Computerspiel für einen Röhrenrechner. Es handelte sich um ein digitales Tic-Tac-Toe-Spiel, welches letztendlich 1951 präsentiert wurde, nachdem die Patentrechte dafür gesichert wurden. Den Ball ins Rollen gebracht hat aber das allseits bekannte „Pong“ oder auch „Tennis for Two“ aus dem Jahr 1958, welches wohl eher von den meisten Menschen als erstes Videospiel angesehen wird, dennoch zu dieser Zeit nur den Wissenschaftlern oder Studenten, mit Zugang zu den für damalige Verhältnisse leistungsfähigen Computern hatten, vorbehalten war. Von diesem Zeitpunkt an war es nur noch eine Frage der Entwicklung leistungsfähigerer Hardware, damit mehr Videospiele das Licht der Welt oder sollte ich besser sagen, des Bildschirms, erblicken.

Es vergingen die Jahre und die Technik entwickelte sich rasant. Somit gab es irgendwann auch für die Öffentlichkeit zugängliche Möglichkeiten, Computerspiele zu spielen oder auszuprobieren. In den 1970er Jahren gewannen die Spielehallen an Popularität. In diesen waren Spielautomaten aufgestellt, für die, um spielen zu können, ein Münzeinwurf notwendig war. Zu Anfang hatte ein Automat auch jeweils 1 Spiel, was sich aber dank des technischen Fortschritts, bald ändern sollte.

Spiele kommen nach Hause

Dadurch dass es früher noch notwendig war in eine Spielehalle zu gehen, um Klassiker wie Pac Man oder Space Invaders zu spielen, kam der Durchbruch der Heimkonsolen Ende der 1970er Jahre wohl nicht zu unerwartet. Was heute selbstverständlich ist, war für die damalige Zeit ein absoluter Durchbruch: Nun auch zu Hause Videospiele spielen zu können und das zusätzlich auch ohne einen großen Spieleautomaten.

Spielehallen starben mit dem Durchbruch der Heimkonsolen und deren ständiger Entwicklung aus, offensichtlich wenn man betrachtet, dass es seit Jahrzehnten keine mehr gibt. Die Entwicklung der Videospiele und Spielekonsolen selbst beeinflusste das Aussterben der bisher nur in Spielehallen verfügbaren Spieleklassiker doch wohl kaum, diese bekamen einfach Ports auf die Konsolen für zu Hause.

Mehr unter der Haube

Foto: David Busch

Wenn man von Weiterentwicklung spricht, spricht man auch von Veränderung. Somit hat sich im Laufe der Jahre zwar das Grundprinzip der Heimkonsole nicht groß verändert, dennoch die Spiele, die Leistungsfähigkeit und die Spielweisen. Traf man sich früher noch gemeinsam, um vor geteiltem Bildschirm (Splitscreen) zu zocken, geschieht das heutzutage über das Internet. Kommunikation erfolgt durch Sprachchats und spielen kann jeder allein in seinem Zimmer, zusammen in einem Raum zu sein ist somit nicht mehr notwendig. 

In der Geschichte der Videospielkonsolen, kommt man natürlich auch nicht an Handhelds vorbei. Bekanntestes Beispiel wäre in diesem Fall der Gameboy von Nintendo, welcher 1989 erschien und ein Meilenstein in der Geschichte der portablen Konsolen war und immer noch ist, da er die Möglichkeit bat, nicht nur zu Hause, sondern nun auch unterwegs Videospiele spielen zu können, was heutzutage auf dem Smartphone oder moderneren Handhelds, wie der Nintendo Switch oder den etwas älteren Nintendo DS Modellen, eine Selbstverständlichkeit ist.

Im Vergleich zu früher ist das alleinige und das gemeinsame Spielen von Computerspielen deutlich unkomplizierter geworden, in Hinsicht auf Onlinespiele sind es bessere Kommunikationsnetzwerke, bessere Internetverbindung und weitere Zugänglichkeit und in Hinsicht auf das Spielen allgemein, die vielen verschiedenen Möglichkeiten und Hersteller, welche alle jeweils bereits verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen auf den Markt gebracht haben. Von allgemein besserer Grafik und besserer Leistung muss, da bin ich mir sicher, nicht mehr gesprochen werden, da sich diese von Konsolengeneration zu Konsolengeneration weiterentwickelt.

Alles online?

Was heutzutage, meines Erachtens, leider an Popularität verliert, sind physische Kopien von Spielen. Vor der Zeit des Internets und dessen Implementierung in Videospiele, ging man in den Laden und kaufte sich ein Computerspiel in der jeweiligen Verpackung, welche man sich natürlich auch ins Regal stellen konnte. Heut zu Tage legen immer mehr Spieler Wert auf digitale Kopien eines Spiels, weil diese meist leichter zu bekommen und oft auch um einiges günstiger sind. 

Spricht man von Computerspielen, kann man den PC natürlich auch nicht außer Acht lassen. Parallel zur Konsolenentwicklung gewann auch das Spielen am PC an Popularität, wobei es heutzutage weitaus populärer, vor allem in Bezug auf die vielen Möglichkeiten wie: Modifikationen, (oft) mehr Leistung und dadurch bessere Grafik oder die verschiedenen Eingabegeräte, die man verwenden kann, ist.

Entwicklung zur Sportart

Zum Schluss muss noch erwähnt werden, dass sich durch Videospiele, eine ganz neue Ära der Unterhaltung entwickelt hat, die es zu Anfängen noch nicht gegeben hat: E-Sport. Turniere mit unfassbar hohen Geldpreisen für das beste Team, hunderttausende Zuschauer, ob live dabei oder von zu Hause übers Internet. E-sport ist weltweit beliebt, wobei man sich vor 30 Jahren nicht ansatzweise erträumen konnte, welches Ausmaß die Videospielindustrie erreichen würde.

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David Busch
Autor und Grafikdesigner in der unabhängigen Schülerzeitung "Silberkämper" am Gymnasium am Silberkamp in Peine.

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